EnergieSchweiz

Front Runner Thun: Partizipative Klimastrategie entwickeln

Thun entwickelt eine breit abgestimmte Klimastrategie. Die Stadt bindet Politik, Wirtschaft und Bevölkerung aktiv ein. Drei innovative Projekte fokussieren auf Netto-Null: partizipativ und smart.

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Strategieprojekt: Smarte Klimastrategie Thun

Thun mit rund 43'000 Einwohnenden ist eine Smart City. Die Klimastrategie basiert auf einem smarten Ansatz: partizipativ entwickelt mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und der breiten Bevölkerung.

Die Ausgangslage

Der Stadtrat beauftragt den Gemeinderat, eine Klimastrategie zu erstellen. Die Herausforderungen sind vielfältig: Je nach Zielgruppe kommen andere Partizipations-Methoden zum Zug. Es muss klar sein, welche Zielgruppen in welcher Form eingebunden werden.

Die verschiedenen Partizipations-Formen müssen methodisch durchdacht und frühzeitig geplant werden. Die Nachbereitung ist oft aufwendiger als gedacht. Genügend personelle und finanzielle Ressourcen müssen verfügbar sein. Die Verwaltung muss Zeitplan und Budget einhalten, gleichzeitig ist Flexibilität bei Unvorhergesehenem nötig.

Das Vorgehen

Mit dem Fachausschuss in die Tiefe gehen: Expertinnen und Experten aus Stadtverwaltung, lokalem Energie-Versorger, Kanton und Privatwirtschaft diskutieren in drei Workshops die Massnahmen des Aktionsplans aus ihrer Fachperspektive.

Mit den Sounding Boards in die Breite gehen: Die Bevölkerung partizipiert in drei Sounding Boards zu Stossrichtungen, Massnahmen und smarten Umsetzungs-Projekten. Anschliessend stimmt die Bevölkerung online darüber ab.

Mit der Steuerungsgruppe Entscheide frühzeitig abholen: Fünf Mal tagt die Steuerungsgruppe mit Personen aus Stadtverwaltung und städtischem Energieversorgungsunternehmen. Externe Unternehmen unterstützen die Stadt bei Konzeption, Organisation und Moderation der verschiedenen Partizipations-Gremien.

Das Ergebnis

Die Klimastrategie ist durch umfassende Partizipation breit abgestützt und fachlich durchdacht. Der Gemeinderat hat Ende Mai 2023 die Klimastrategie Thun verabschiedet. Die Front-Runner-Unterstützung ermöglichte einen ergebnisoffenen Prozess.

Die Stadt konnte co-kreativ mit verschiedenen Interessengruppen zusammenarbeiten. Die Erfahrungen sind rundum positiv. Die Verwaltung von Thun hat sich vertieft mit Partizipation auseinandergesetzt. Sowohl beim Zeitplan als auch beim Budget erreichte sie eine Punktlandung.

Kommunikation ist das A und O, um Verhaltensänderungen zu erzielen. Thun plant eine Kommunikations-Kampagne zur Klimastrategie. Die Stadt konzipiert und realisiert sie mithilfe von professionellen Kommunikations-Agenturen.

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Partizipation und Innovation sind zentrale Ecksteine unserer Klimastrategie.
Andrea de Meuron, Gemeinderätin und Vorsteherin Direktion Finanzen

Reallabor

Thun richtet ein Reallabor ein, um innovative Klima-Lösungen zu testen. Im geschützten Rahmen werden neue Ansätze erprobt. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen direkt in die Umsetzung der Klimastrategie ein. Das Reallabor ermöglicht es, Risiken zu minimieren und Best Practices zu identifizieren.

Klima-Idee Thun

Die Bevölkerung bringt ihre Ideen ein. Über die Plattform deinklima.ch können Thunerinnen und Thuner konkrete Klima-Ideen vorschlagen. Die Stadt prüft die Vorschläge und setzt geeignete Massnahmen um. Dieser partizipative Ansatz fördert die Identifikation mit der Klimastrategie und aktiviert die Bevölkerung.

Clusteranalyse Heizungsersatz

Thun analysiert systematisch, wo Heizungen ersetzt werden müssen. Die Clusteranalyse identifiziert Gebäude-Gruppen mit ähnlichen Eigenschaften. Die Stadt kann so gezielt Eigentümerinnen und Eigentümer ansprechen. Massgeschneiderte Beratungs-Angebote erleichtern den Umstieg auf erneuerbare Heiz-Systeme.

Key Learnings für alle Front Runner

Die bisherigen Front-Runner-Gemeinden geben ihre wichtigsten Erkenntnisse weiter.

Erfolg braucht ein gemeinsames Zielbild. Nutzen Sie das Strategieprojekt, um alle Abteilungen auf eine Vision auszurichten. So arbeiten alle mit gebündelten Kräften an den Klimazielen.

Binden Sie von Anfang an verschiedene Bereiche ein. Der Austausch bringt Synergien, neue Perspektiven und macht Projekte erfolgreicher. Interdisziplinäre Zusammenarbeit lohnt sich.

Wagen Sie Neues, auch wenn nicht alles von Anfang an planbar ist. Das Front-Runner-Programm senkt Risiken durch finanzielle Unterstützung und Austausch mit anderen Gemeinden.

Holen Sie sich Expertise von aussen. Universitäten, Fachhochschulen oder Planungsbüros bringen neutrale Sichtweisen ein. Das erleichtert die Akzeptanz in der Verwaltung. Alternative: Schaffen Sie eine temporäre Stelle, um Wissen intern aufzubauen.

Entdecken Sie Front-Runner-Projekte

Entdecken Sie, was Front-Runner-Gemeinden konkret umsetzen. Lassen Sie sich von erfolgreichen Energie-Projekten anderer Gemeinden inspirieren: Front Runner

Haben Sie Fragen? Wenden Sie sich an die Ansprechperson der Stadt Thun

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